Cod.tibet. 518 Hauptaufnahme: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 6. September 2018, 09:48 Uhr
| Übersicht | |
| Signatur | Cod.tibet. 518 |
| Maße | 138 mm x 357 mm x 22 mm |
| Datierung | 18. Jh. |
| Ort | Tibet/Xizang |
| Objekttyp | Buchdeckel, asiatisch |
| Katalogisierungsebene | Gesamtaufnahme (item) |
| Klassifizierung | Kategorie:Schnitzkunst |
| Kategorie | Tibetischer Buchdeckel |
| Kurzaufnahme zum Buchdeckel im BSB-Katalog mit weiterführenden Informationen |
| Forschungsdokumentation der BSB |
| Digitalisat |
Beschreibung: Bayerische Staatsbibliothek, Günter Grönbold 1991, Samyo Rode 2016
Tibetischer Buchdeckel aus Holz; Außenseite mit Schnitzwerk, das drei Götter darstellt.
Entstehung
unbekannt, ca. 18. Jh. in Tibet/Xizang.
Maße
Außenseite:
138 mm x 357 mm x 22 mm
Mittelfeld:
68 mm x 283 mm
Mittelfeldbegrenzung:
13-14 mm breit
Rahmen:
22-24 mm breit
Material und Technik
Holz, geschnitzt, ursprünglich bemalt.
Beschreibung des Äußeren
Außenseite (Zierseite):
Mittelfeld:
Es sind drei Figuren dargestellt, die durch jeweils zwei übereinanderligende, runde Rankenvoluten voneinander bzw. vom seitlichen Rand getrennt sind.
Mittelfeldbegrenzung:
Eine Perlenreihe verläuft zwischen glatten Stegen um das Mittelfeld herum.
Rahmen:
Der Deckelrand ist mit einem einfachen Blätterfries umgeben, das von den Mittelpunkten der Seiten ausgehend schräg verläuft.
Innenseite:
Die Innenseite ist dunkel gefasst.
Schmalseite 1:
Hier sind einfache Ranken zu sehne, die grün gefasst waren.
Zustandsberichte
Nach Reinigung des stark verschmutzten Deckels zeigte sich, dass er ursprünglich ganz und lebhaft farbig bemalt war. Die Farbe ist teilweise abgerieben. Der Buddha und seine Mandorla waren gelb bemalt, sein Gewand rot. Das Toraṇa seines Thrones war in Grün, Rot. Blau und Gelb gefasst. Auch die seitlichen Gottheiten waren ursprünglich bemalt. Die großen Ranken wechseln zwischen Rot und Grün. Über den Mandorlas der Nebenfiguren ist je eine blaue Ranke zu sehen. Der Lotusblätterfries war je zur Hälfte rot und grün gefasst.
Die Rückseite des Deckels zeigt, dass er lange Zeit als Hackbrett benützt wurde.
Ikonographie
Außenseite:
Mittelfeld:
Als Zentralfigur sitzt Śākyamuni, die Hände in Erdberührungsgeste, auf dem Löwenthron. Im Thronbogen des Thrones befinden sich rechts und links je ein Elefant, Löwe, und darüber ein Seeungeheuer; im obersten Punkt des Thronbogens ist ein Vogelwesen mit zwei Schlangenwesen abgebildet. Symmetrisch zur Zentralfigur sind rechts und links Lotusblüten zu sehen, auf denen links Mañjuśrī und rechts die grüne Tārā sitzen; die Figuren sind vor einer doppelten Mandorla mit Flammenrand dargestellt.
Stil und Einordnung
Ein in der Komposition gleicher Deckel (mit derselben Dreiergruppe) ist abgebildet bei Dagyab (Die Sādhanas der Sammlung Ba-ri Brgya-rtsa (1983), Teil. 2, PI. 82). Doch erweist sich gerade hier, wie reich die Variationsmöglichkeiten bei der Gestaltung waren.
Provenienz
1989.
Literaturhinweise
Grönbold, Tibetische Buchdeckel (1991), 118f.
Dagyap, Die Sādhanas der Sammlung Ba-ri Brgya-rtsa (1983), Teil. 2, PI. 82.