Cod.tibet. 641(1 Hauptaufnahme: Unterschied zwischen den Versionen

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Tibetischer Buchdeckel aus Holz; Außenseite geschnitzt und bemalt, Innenseite bemalt mit figürlichen Darstellungen.
Tibetischer Buchdeckel aus [[Material::Holz]]; Außenseite [[Technik::Schnitzerei|geschnitzt]] und [[Technik::Bemalung|bemalt]], Innenseite bemalt mit figürlichen Darstellungen.
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== Entstehung ==
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unbekannt, ca. 18./19. Jh. in [[Ort::Tibet/Xizang]]  
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== Material und Technik ==  
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Außenseite geschnitzt und bemalt; Innenseite bemalt.
Buchdeckel aus [[Material::Holz]], Außenseite [[Technik::Schnitzerei|geschnitzt]] und [[Technik::Bemalung|bemalt]]; Innenseite bemalt.


   
   
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''Mittelfeldsteg'':
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Erhabene Stege und eine Perlenreihe grenzen das Mittelfeld ab.
Erhabene [[Beschreibung des Äußeren::Steg|Stege]] und eine [[Beschreibung des Äußeren::Perlstab|Perlenreihe]] grenzen das Mittelfeld ab.


''Rahmen'':
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Von den Ecken des Mittelfeldes laufen Diagonalstege zum erhabenen Rand des Deckels. Wie im Mittelfeld sind auch in den Rahmenfeldern Figuren eingmalt.
Von den Ecken des Mittelfeldes laufen [[Beschreibung des Äußeren::Diagonalsteg|Diagonalstege]] zum erhabenen Rand des Deckels. Wie im Mittelfeld sind auch in den Rahmenfeldern Figuren eingmalt.


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Es sind drei Reihen mit je 14 Rechtecken umit goldenen Umrisslinien aufgemalt. In jedem dieser Rechtecke ist eine sitzende Figur abgebildet.
Es sind drei Reihen mit je 14 [[Beschreibung des Äußeren::Rechteck|Rechtecken]] umit goldenen Umrisslinien aufgemalt. In jedem dieser Rechtecke ist eine sitzende Figur abgebildet.


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Die Rechtecke reichen nicht bis zum Rand des Deckels. Derr Rahmen ist abgesehen von der roten Fassung ungestaltet.
Die Rechtecke reichen nicht bis zum Rand des Deckels. Der Rahmen ist abgesehen von der roten Fassung ungestaltet.


''Schmalseite 1'': Es ist Schrift eingeritzt, die über die Stirnseite hinaus bis in die Längsseite reicht.
''Schmalseite 1'': Es ist Schrift eingeritzt, die über die Stirnseite hinaus bis in die Längsseite reicht.
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Bei den Figuren handelt es sich stets um Śākyamuni mit Erdberührungsgeste,der auf einem Lotus sitzt und mit Aureole und Nimbus abgebildet ist. Im Mittelfeld sind zehn dieser Abbildungen zu finden; auf den Rahmenfeldern insgesamt 30 weitere.
Bei den Figuren handelt es sich stets um [[Ikonographie::Śākyamuni]] mit [[Ikonographie::Erdberührung|Erdberührungsgeste]], der auf einem [[Ikonographie::Lotus]] sitzt und mit [[Ikonographie::Aureole]] und [[Ikonographie::Nimbus (Ikonographie asiatisch)|Nimbus]] abgebildet ist. Im Mittelfeld sind zehn dieser Abbildungen zu finden; auf den Rahmenfeldern insgesamt 30 weitere.


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Mit goldenen Umrisslinien ist die Gestalt des Amitāyus eingemalt. Er trägt Bodhisattva-Schmuck und hält in Meditationsgeste eine Vase, aus der eine Pflanze ragt. Nur Haar und Augen sind in Schwarz und Weiß bemalt.
Mit goldenen Umrisslinien ist die Gestalt des [[Ikonographie::Amitāyus]] eingemalt. Er trägt [[Ikonographie::Bodhisattva-Schmuck]] und hält in [[Ikonographie::Meditation|Meditationsgeste]] eine [[Ikonographie::Vase]], aus der eine Pflanze ragt. Nur Haar und Augen sind in Schwarz und Weiß bemalt.


''Schmalseite 1'':
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Es handelt sich um tibetische Schrift. Auf dem Oberdeckel steht die Schrift auf dem Kopf. Offenbar wurde sie zusammen mit dem Unterdeckel geritzt und dabei irrtümlich verkehrt. Daeben sind zwei Silben in schwarzer Schrift (in korrekter Ausrichtung).
Es handelt sich um tibetische Schrift. Auf dem Oberdeckel steht die Schrift auf dem Kopf. Offenbar wurde sie zusammen mit dem Unterdeckel geritzt und dabei irrtümlich verkehrt. Daneben sind zwei Silben in schwarzer Schrift (in korrekter Ausrichtung).





Version vom 2. Juli 2018, 12:36 Uhr

Übersicht
Signatur Cod.tibet. 641(1
Maße 677 mm x 211-212 mm x 21 mm
Datierung ca. 18./19. Jh.
Ort Tibet/Xizang
Objekttyp Buchdeckel
Katalogisierungsebene Gesamtaufnahme (item)
Klassifizierung Kategorie:Schnitzkunst
Kategorie Tibetischer Buchdeckel


Beschreibung: Bayerische Staatsbibliothek, Günter Grönbold / Samyo Rode, 1991 / 2016


Tibetischer Buchdeckel aus Holz; Außenseite geschnitzt und bemalt, Innenseite bemalt mit figürlichen Darstellungen.




Zugehöriger Oberdeckel/Unterdeckel:

Buchdeckel eines zusammengehörenden Paares: Unterdeckel: Cod.tibet. 641(2


Entstehung

unbekannt, ca. 18./19. Jh. in Tibet/Xizang


Maße

Oberdeckel:

677 mm x 211-212 mm x 21 mm

Außenseite:

Mittelfeld:

524 mm x 65-67 mm

Mittelfeldstege:

23-26 mm breit

Rahmen:

47-51 mm breit

Innenseite:

Mittelfeld:

631 mm x 166-168 mm

Mittelfeldstege:

1-2 mm breit

Rahmen:

21-25 mm breit



Material und Technik

Buchdeckel aus Holz, Außenseite geschnitzt und bemalt; Innenseite bemalt.


Beschreibung des Äußeren

Außenseite (Zierseite):

Mittelfeld:

Nebeneinander sind mit goldenen Umrisslinien zehn sitzende Figuren gemalt.

Mittelfeldsteg:

Erhabene Stege und eine Perlenreihe grenzen das Mittelfeld ab.

Rahmen:

Von den Ecken des Mittelfeldes laufen Diagonalstege zum erhabenen Rand des Deckels. Wie im Mittelfeld sind auch in den Rahmenfeldern Figuren eingmalt.

Innenseite (Zierseite):

Die Innenseite ist rot gefasst.

Mittelfeld:

Es sind drei Reihen mit je 14 Rechtecken umit goldenen Umrisslinien aufgemalt. In jedem dieser Rechtecke ist eine sitzende Figur abgebildet.

Rahmen:

Die Rechtecke reichen nicht bis zum Rand des Deckels. Der Rahmen ist abgesehen von der roten Fassung ungestaltet.

Schmalseite 1: Es ist Schrift eingeritzt, die über die Stirnseite hinaus bis in die Längsseite reicht.



Ikonographie

Außenseite:

Mittelfeld:

Bei den Figuren handelt es sich stets um Śākyamuni mit Erdberührungsgeste, der auf einem Lotus sitzt und mit Aureole und Nimbus abgebildet ist. Im Mittelfeld sind zehn dieser Abbildungen zu finden; auf den Rahmenfeldern insgesamt 30 weitere.

Innenseite:

Mittelfeld:

Mit goldenen Umrisslinien ist die Gestalt des Amitāyus eingemalt. Er trägt Bodhisattva-Schmuck und hält in Meditationsgeste eine Vase, aus der eine Pflanze ragt. Nur Haar und Augen sind in Schwarz und Weiß bemalt.

Schmalseite 1:

Es handelt sich um tibetische Schrift. Auf dem Oberdeckel steht die Schrift auf dem Kopf. Offenbar wurde sie zusammen mit dem Unterdeckel geritzt und dabei irrtümlich verkehrt. Daneben sind zwei Silben in schwarzer Schrift (in korrekter Ausrichtung).



Stil und Einordnung

Ein auf der Innensiete ähnlich gestaltetes Paar Deckel war bei Sotheby in der Auktion vom 5.6.1989, Nr. 19 (datiert ca. 18. Jh.)

Jeder Deckel ist von einer anderen Hand gemalt worden. Im Unterdeckel fehlt z.B. durchgehend der Schal um die Schultern.



Provenienz

Kauf



Literaturhinweise

Grönbold (1991), S. 132f.