Cod.sanscr. 540(2 Hauptaufnahme: Unterschied zwischen den Versionen

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<!--<'''Nepalesischer Buchdeckel (Unterdeckel) eines zusammengehörigen Deckelpaares einer buddhistischen Palmblatthandschrift  - BSB Cod.sanscr. 540(2''' >-->
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'''[[Cod.sanscr._540_Materialanalyse|Zu den Ergebnissen der materialwissenschaftlichen und kunsttechnologischen Untersuchungen durch das Institut für Bestandserhaltung und Restaurierung (IBR)]].'''
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In einer [[Kehle|Kehlung]], die am Rand herumläuft, ist ein [[Lotusblätterfries]] zu sehen.
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Auf der Innenseite sind vor blauem Hintergrund ursprpünglich sieben Figuren abgebildet.
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Hier sind sieben [[Ikonographie::Buddha|Buddhas]] abgebildet, wahrscheinlich handelt es sich um die [[Ikonographie::sieben aufeinanderfolgende Buddhas|sieben historischen Buddhas]]. Sie sitzen auf einem einfachen [[Ikonographie::Lotus]] mit nach oben geschlagener Blattreihe. Die Blätter sind hellkarmesinrot, das Lotusinnere gelb. Darüber befindet sich ein grünes [[Ikonographie::Kissen|Polster]], auf dem die Figuren sitzen. Unter den [[Ikonographie::Lotus|Lotusblüten]] läuft ein schmaler gelber Streifen als Boden, auf dem wohl Lotusblätter mit wechselnd rotem und grünem Innenteil dargestellt sind. Die Buddhas sind mit der roten [[Ikonographie::religiöses Gewand|Mönchsrobe]] bekleidet, die beide Schultern bedeckt und am unteren Rand einen karmesinroten Streifen hat. Alle führen die [[Ikonographie::Dharma-Rad|Geste des Dharma-Rades]] (skt. dharmacakra-mudrā) aus. Ihr leicht ovaler [[Ikonographie::Nimbus (Ikonographie asiatisch)|Nimbus]] ist zweigeteilt; als Farben des Nimbus wechseln (von links) grün und blau, wobei die Farben schattiert sind. Alle befinden sich vor einer gelben [[Ikonographie::Mandorla (Ikonographie asiatisch)|Mandorla]], die außen einen roten Streifen hat. Der [[Ikonographie::Thron (als architektonisches Element)|Thron]], auf dem sie jeweils sitzen, ist durch dreieckige Spitzen über ihren Schultern angedeutet; hinter sich haben sie ein blaues, rundes Kissen.


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== Stil und Einordnung ==
== Stil und Einordnung ==


Bei diesem Paar sind auch die Außenseiten bemalt, was bei (alten) Deckeln aus Indien und Nepal selten ist.Die Ranken werden in späterer Zeit, etwa im 15. Jh., dünner und stilisierter (s. Pal/Meech -Pekarik, Pl. 31 und Pal 1985, P 14).
Bei diesem Paar sind auch die Außenseiten bemalt, was bei (alten) Deckeln aus Indien und Nepal selten ist.Die Ranken werden in späterer Zeit, etwa im 15. Jh., dünner und stilisierter (s. [[Literaturliste_Tibetische_Buchdeckel|Pal/Meech-Pekarik, ''Buddhist book illuminations'' (1988), Pl. 31 und Pal 1985, P 14).


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[[Literaturliste_Tibetische_Buchdeckel|Grönbold, ''Tibetische Buchdeckel'' (1991)]], 26f.
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[[Literaturliste_Tibetische_Buchdeckel|Pal/Meech-Pekarik, ''Buddhist book illuminations'' (1988), Pl. 31


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Version vom 30. Juli 2018, 15:39 Uhr

Übersicht
Signatur Cod.sanscr. 540(1
Maße 64 mm x 424 mm x 8 mm
Datierung 12./13. Jh.
Ort Nepal
Objekttyp Buchdeckel, asiatisch
Katalogisierungsebene Gesamtaufnahme (item)
Klassifizierung Kategorie:Schnitzkunst
Kategorie Tibetische Buchdeckel

Beschreibung: Bayerische Staatsbibliothek, Günter Grönbold 1991, Samyo Rode 2016


Bei diesem Deckelpaar ist auch die Außenseite bemalt, was bei alten Deckeln aus Indien und Nepal selten ist.

Zugehöriger Oberdeckel/Unterdeckel

Zugehöriger Oberdeckel: Cod.sanscr. 540(1


Entstehung

12. / 13. Jh., Nepal


Maße

64 mm (H) x 424 mm (B) x 8 mm (T)


Binnengliederung Zierseite (außen):

Mittelfeld:

36 mm (H) x 394 mm (B)


Mittelfeldbegrenzung:

ca. 4-6 mm


Rahmen:

ca. 9 mm


Material und Technik

Holz, mit Farbe bemalt.


Zu den Ergebnissen der materialwissenschaftlichen und kunsttechnologischen Untersuchungen durch das Institut für Bestandserhaltung und Restaurierung (IBR).


Beschreibung des Äußeren

Außenseite:

Mittelfeld:

Mittelfeld: Im Mittelfeld ist gemaltes Rankenwerk erkennbar. Durch zwei rote, vertikale Streifen wird das Mittelfeld in drei Abschnitte unterteilt.


Mittelfeldsteg:

Ein glatter Steg umgibt das Mittelfeld.


Rahmen:

In einer Kehlung, die am Rand herumläuft, ist ein Lotusblätterfries zu sehen.


Innenseite:

Auf der Innenseite sind vor blauem Hintergrund ursprpünglich sieben Figuren abgebildet.


Zustandsberichte

Die Bemalung ist teilweise stark bis vollständig abgerieben.


Ikonographie

Außenseite (Zierseite):

Mittelfeld:

Um die beiden Schnurlöcher, die sich in der Mitte der beiden roten Streifen befinden, ist als Umrahmung eine stilisierte Lotusblüte gemalt. Mit feinen Linien ist zudem Rankenwerk aufgemalt. In den beiden äußeren Feldern des Mittelfeldes ist am Rand je ein Seeungeheuer (skt. makara) zu sehen, dessen Schwanz in reiches Rankenwerk übergeht und jeweils zwei Medaillons bildet. Im mittleren Feld saß in der Mitte eine Gottheit, die auf jeder Seite von einem Rankenmedaillon flankiert wird. Die Ranken sind in grün auf rotem Grund gemalt, der Farbton der Blätter ist schattiert.


Innenseite (Zierseite):

Mittelfeld:

Hier sind sieben Buddhas abgebildet, wahrscheinlich handelt es sich um die sieben historischen Buddhas. Sie sitzen auf einem einfachen Lotus mit nach oben geschlagener Blattreihe. Die Blätter sind hellkarmesinrot, das Lotusinnere gelb. Darüber befindet sich ein grünes Polster, auf dem die Figuren sitzen. Unter den Lotusblüten läuft ein schmaler gelber Streifen als Boden, auf dem wohl Lotusblätter mit wechselnd rotem und grünem Innenteil dargestellt sind. Die Buddhas sind mit der roten Mönchsrobe bekleidet, die beide Schultern bedeckt und am unteren Rand einen karmesinroten Streifen hat. Alle führen die Geste des Dharma-Rades (skt. dharmacakra-mudrā) aus. Ihr leicht ovaler Nimbus ist zweigeteilt; als Farben des Nimbus wechseln (von links) grün und blau, wobei die Farben schattiert sind. Alle befinden sich vor einer gelben Mandorla, die außen einen roten Streifen hat. Der Thron, auf dem sie jeweils sitzen, ist durch dreieckige Spitzen über ihren Schultern angedeutet; hinter sich haben sie ein blaues, rundes Kissen.


Stil und Einordnung

Bei diesem Paar sind auch die Außenseiten bemalt, was bei (alten) Deckeln aus Indien und Nepal selten ist.Die Ranken werden in späterer Zeit, etwa im 15. Jh., dünner und stilisierter (s. [[Literaturliste_Tibetische_Buchdeckel|Pal/Meech-Pekarik, Buddhist book illuminations (1988), Pl. 31 und Pal 1985, P 14).


Provenienz

1987 von Schoettle Ostasiatica, Stuttgart für die BSB erworben.


Literaturhinweise

Grönbold, Tibetische Buchdeckel (1991), 26f.

[[Literaturliste_Tibetische_Buchdeckel|Pal/Meech-Pekarik, Buddhist book illuminations (1988), Pl. 31