Liturg. 1457 s Einband Hauptaufnahme: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 17. Juli 2018, 08:50 Uhr
| Übersicht | |
| Signatur | ESlg/Liturg. 1457 s#Einband |
| Maße | 165 mm x 102 mm x 46 mm |
| Datierung | 1670 - 1734 |
| Ort | Augsburg |
| Objekttyp | Silbereinband |
| Katalogisierungsebene | Gesamtaufnahme (item) |
| Klassifizierung | Kategorie:Goldschmiedekunst |
| Kategorie | Westliche Prachteinbände |
| Kurzaufnahme zum Einband im BSB-Katalog mit weiterführenden Informationen |
| Kurzaufnahme des Drucks mit weiterführenden Informationen |
| Link zur Forschungsdokumentation der BSB |
| Einbanddigitalisat |
Beschreibung: Bayerische Staatsbibliothek, Karl-Georg Pfändtner, 2016
Augsburger Silberschmiedearbeit (Treibarbeit) des 17. Jahrhunderts.
Informationen zum Trägerband
Der Bucheinband gelangte zunächst ohne Buch oder Handschrift in die BSB. Heute befindet sich lose eingelegt folgender Druck darin: Evangelia et epistolae, pro dominicis et festis diebus cum textu Latino & Germanico juxta Formam Missalis Romani dispositae = Sonn- und Feyr-Tägliche Evangelia und Episteln für das gantze Jahr mit dem lateinischen und teutschen Text nach Brauch und Norm des Römischen Missal von neuem mit sonderlichem Fleiß durch C. Erhardt, SS. Th. D. eingericht auch mit 92. schönen Kupffern für alle Sonn- und Feyr-Tag ausgeziehret. Augsburg. Sumptibus J. Eisenbarth, Bibliopolae 1719. ESlg/Liturg. 1457 s.
Entstehung
Zwischen 1670 und 1734 von dem Goldschmied Johann Andreas Thelott (1655–1734) vermutlich in Augsburg angefertigt. Der Einband wurde wohl zwischen ca. 1680 und 1689 in Auftrag gegeben; der Auftraggeber ist allerdings unbekannt.
Komponenten
10 Schaniere
Maße
Gesamt:
165 mm x 102 mm x 46 mm
Vorderdeckel:
165 mm x 102 mm x 1 mm, Treibarbeit bis zu 10 mm
Rückdeckel:
165 mm x 102 mm x 1 mm, Treibarbeit bis zu 10 mm
Rücken:
165 mm x 45 mm
Material und Technik
Beschreibung des Äußeren
Vorderdeckel:
Sitzende Maria mit Kind in großer Kartusche mit Engelsköpfen, Girlanden und Laub gerahmt.
Rückdeckel:
Sitzende gekrönte Heilige mit Märtyrerpalme und Pfeil in Händen in großer Kartusche mit Engelsköpfen, Girlanden und Laub
Rücken:
Stehender bärtiger Heiliger mit Lilien in der linken Hand in großer Kartusche mit Engelsköpfen, Girlanden und Blumen.
Inschriften/herstellungsbezogene Marken und Zeichen
Marken:
Der Einband trägt auf dem Vorder- und Rückdeckel jeweils 1x die Marke der Stadt Augsburg (Zirbelnuss) und die Meistermarke von Israel Thelott (Anker). Johann Andreas Thelott nutzte die Marke seines Vaters Israel Thelott bis 1689. Daraus folgt eine Datierung zwischen 1680 und 1689. Zur Identifikation der Marken vgl. Seling: Die Kunst der Augsburger Goldschmiede 1529 - 1868. Meister, Marken, Werke, Bd. 3, 1980, Nr. 1593.
Vorderdeckel:
Abb. 1: Meistermarke Thelott (unten links)
Abb. 2: Zirbelnuss Augsburg (unten rechts)
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Abb. 1
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Abb. 2
Rückdeckel:
Abb. 1: Augsburg (unten links)
Abb. 2: Thelott (unten rechts)
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Abb. 1
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Abb. 2
Zustandsberichte
Gut.
Ikonographie
Vorderdeckel:
Sitzende Maria mit Kind in großer Kartusche mit Engelsköpfen, Girlanden und Laub verziert.
Rückdeckel:
Sitzende gekrönte Heilige mit Märtyrerpalme und Pfeil in Händen (wohl hl. Ursula) in großer Kartusche mit Engelsköpfen, Girlanden und Laub.
Buchrücken:
Der Buchrücken ist an beiden Seiten mit fünf silbernen Scharnieren mit den Buchdeckeln verbunden. Stehender bärtiger Heiliger (wohl Josef) mit Lilien in der linken Hand in großer Kartusche mit Engelsköpfen, Girlanden und Blumen.
Stil und Einordnung
Provenienz
Der Einband war ursprünglich im Besitz von John Roland Abbey (gest. 1969) und wurde 1986 über den Antiquariatshandel für die Bayerische Staatsbibliothek erworben. Auf der Box des Einbandes findet sich ein aufgeklebtes Signaturschild ("JA 7352").
Literaturhinweise
Prachteinbände 870–1685, S. 35f., Kat.-Nr. 22.
Praël-Himmer, Der Augsburger Goldschmied Johann Andreas Thelot, 1978.
Remak-Honnef/Hermann: Katalog der lateinischen Handschriften der Staatsbibliothek München, 1991, S. 18.
Seling: Die Kunst der Augsburger Goldschmiede 1529 - 1868. Meister, Marken, Werke, Bd. 3, 1980.