Clm 4451 Einband Spolie Elfenbeinschnitzerei VD: Unterschied zwischen den Versionen
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== Stil und Einordnung == | == Stil und Einordnung == | ||
Die Elfenbeinplatte wird nach Lothringen gegeben (Metz?) und gehört zusammen mit der auf dem Rückdeckel platzierten (Verkündigung an Maria, Geburt Jesu, siehe gesonderte Beschreibung) in eine Gruppe von Arbeiten, zu denen auch das Elfenbein von [https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=959559368&db=100 Clm 4456 (Sakramentar Heinrichs II.)] {{ExternalLinkIcon}}, ebenso eine Elfenbeinplatte mit der Himmelfahrt Christi in Wien (Kunsthistorisches Museum, Inv.-Nr. 7284) und eine Verkündigung in Berlin (Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz, Skulpturensammlung, Inv.-Nr. 567) zu zählen sind. Lokalisierung und Datierung dieser Werke sind nicht zweifelsfrei anerkannt. Die neuere Forschung tendiert aufgrund stilistischer und ikonographischer Details dazu, die Tafeln in Westdeutschland/Lothringen, im Umfeld von Metz und Trier, entstanden zu sehen und datiert sie ins späte 10. Jahrhundert. | Die Elfenbeinplatte wird nach Lothringen gegeben (Metz?) und gehört zusammen mit der auf dem Rückdeckel platzierten (Verkündigung an Maria, Geburt Jesu, siehe gesonderte [[Clm 4451 Einband Spolie Elfenbeinschnitzerei RD|Beschreibung]]) in eine Gruppe von Arbeiten, zu denen auch das Elfenbein von [https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=959559368&db=100 Clm 4456 (Sakramentar Heinrichs II.)] {{ExternalLinkIcon}}, ebenso eine Elfenbeinplatte mit der Himmelfahrt Christi in Wien (Kunsthistorisches Museum, Inv.-Nr. 7284) und eine Verkündigung in Berlin (Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz, Skulpturensammlung, Inv.-Nr. 567) zu zählen sind. Lokalisierung und Datierung dieser Werke sind nicht zweifelsfrei anerkannt. Die neuere Forschung tendiert aufgrund stilistischer und ikonographischer Details dazu, die Tafeln in Westdeutschland/Lothringen, im Umfeld von Metz und Trier, entstanden zu sehen und datiert sie ins späte 10. Jahrhundert. | ||
Version vom 24. November 2017, 07:48 Uhr
| Übersicht | |
| Signatur | Clm 4451#Einband |
| Maße | 204 mm x 117 mm x ca. 13 mm |
| Datierung | spätes 10. Jh. |
| Ort | Lothringen (Metz?) |
| Objekttyp | Elfenbeinschnitzerei |
| Katalogisierungsebene | Component |
| Klassifizierung | Kategorie:Sculpture/European Art, reliefs (sculpture) (AAT-ID: 300047230) |
| Kategorie | Spolie |
| Kurzaufnahme zum Einband im BSB-Katalog mit weiterführenden Informationen |
| Kurzaufnahme der Handschrift mit weiterführenden Informationen |
| Link zur Forschungsdokumentation der BSB |
| Handschriftendigitalisat |
| Einbanddigitalisat |
Beschreibung: Karl-Georg Pfändtner, 2016
Elfenbeinrelief Taufe Jesu
Informationen zum Trägerband
Überliefert mit: Handschrift München, Bayerische Staatsbibliothek, Clm 4451 (Cim. 56) : Evangeliar, Deutschland, Mainz, 2. Viertel 9. Jh.
Entstehung
Spätes 10. Jh., Lothringen (Metz?)
Maße
204 mm x 117 mm x ca. 13 mm (Relieftiefe bis zu 10 mm)
Material und Technik
Rechteckige Elfenbeintafel.
Beschreibung des Äußeren
1 Elfenbeintafel
Ausrichtung im Raum und Arrangement
In der Mitte des Vorderdeckels eingelassen.
Zustandsberichte
Gut. Wenige Farbreste.
Ikonographie
Die zentrale Elfenbeintafel zeigt die Taufe Jesu im Jordan. Rechts steht Johannes der Täufer als bärtiger Mann (in den Haaren schwarze Farbreste), die Hand Richtung des Hauptes Jesu haltend, ihm gegenüber in gleicher Größe ein Handtuch haltender Engel. Von oben schickt die Hand Gottes die übergroße Geisttaube, die ihren Geist in Strahlen auf das Haupt des frontal und nackt im Wasser stehenden Jesus ergießt. Rechts und links finden sich in Wolken die Büsten von Sol (Sonne) und Luna (Mond) mit brennenden Fackeln in den Händen, darüber die Büsten von sechs Engeln.
Stil und Einordnung
Die Elfenbeinplatte wird nach Lothringen gegeben (Metz?) und gehört zusammen mit der auf dem Rückdeckel platzierten (Verkündigung an Maria, Geburt Jesu, siehe gesonderte Beschreibung) in eine Gruppe von Arbeiten, zu denen auch das Elfenbein von Clm 4456 (Sakramentar Heinrichs II.) , ebenso eine Elfenbeinplatte mit der Himmelfahrt Christi in Wien (Kunsthistorisches Museum, Inv.-Nr. 7284) und eine Verkündigung in Berlin (Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz, Skulpturensammlung, Inv.-Nr. 567) zu zählen sind. Lokalisierung und Datierung dieser Werke sind nicht zweifelsfrei anerkannt. Die neuere Forschung tendiert aufgrund stilistischer und ikonographischer Details dazu, die Tafeln in Westdeutschland/Lothringen, im Umfeld von Metz und Trier, entstanden zu sehen und datiert sie ins späte 10. Jahrhundert.
Provenienz
Wohl unter Kaiser Heinrich II. dem Bamberger Dom gestiftet. Frühester sicherer Nachweis für die Herkunft aus dem Bamberger Dom allerdings erst im Domschatzverzeichnis von 1554 (siehe Exner 2015, S. 1799 mit Quellenangabe). Bamberg, Domschatz bis 1803. Dann München, Hofbibliothek
Literaturhinweise
Exner 2015, S. 1799 mit Quellenangabe.
Dokumentation Materialanalyse
Beispiele:
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