ESlg/H.afr. 8067 z Einband Hauptaufnahme: Unterschied zwischen den Versionen
Lwirth (Diskussion | Beiträge) Titel der Seite angepasst |
Lwirth (Diskussion | Beiträge) Auszeichnung Normbegriffe Generic Concept Thesaurus incl. Kategorieangaben |
||
| Zeile 52: | Zeile 52: | ||
<!--<lido:objectDescriptionSet lido:type="General">--> | <!--<lido:objectDescriptionSet lido:type="General">--> | ||
<!--<lido:descriptiveNoteValue>--> | <!--<lido:descriptiveNoteValue>--> | ||
Wiener Goldschmiedearbeit des 19. Jahrhunderts: Dunkelblauer Samteinband von Wilhelm Braumüller (1807-1884; k. k. Hofbuchhändler) mit vergoldeten Silberapplikationen eines unbekannten Goldschmieds. | [[Ort::Wien|Wiener]] [[Klassifikation::Goldschmiedearbeit]] des 19. Jahrhunderts: Dunkelblauer [[Material::Samt|Samteinband]] von [[Person::Braumüller, Wilhelm von|Wilhelm Braumüller]] (1807-1884; k. k. Hofbuchhändler) mit [[Technik::Vergoldung|vergoldeten]] [[Material::Silber|Silberapplikationen]] eines unbekannten [[Rolle des Urhebers::Goldschmied|Goldschmieds]]. | ||
<!--</lido:descriptiveNoteValue>--> | <!--</lido:descriptiveNoteValue>--> | ||
<!--<lido:sourceDescriptiveNote>Hochstetter, Ferdinand von </lido:sourceDescriptiveNote>--> | <!--<lido:sourceDescriptiveNote>Hochstetter, Ferdinand von </lido:sourceDescriptiveNote>--> | ||
| Zeile 179: | Zeile 179: | ||
== Entstehung == | == Entstehung == | ||
Der Einband wurde zwischen 1861 und 1898 vom k.k. Hofbuchhändler Wilhelm Braumüller (1807–1884) im Auftrag von oder als Geschenk für die Kaiserin Elisabeth von Österreich (1837–1898) in [[Ort::Wien]] angefertigt. Die vergoldeten Silberapplikationen stammen von einem unbekanntem Goldschmied (möglicherweise Hofjuwelier?). | Der Einband wurde zwischen 1861 und 1898 vom k.k. Hofbuchhändler [[Person::Braumüller, Wilhelm von|Wilhelm Braumüller]] (1807–1884) im Auftrag von oder als Geschenk für die [[Person::Elisabeth, Österreich, Kaiserin|Kaiserin Elisabeth von Österreich]] (1837–1898) in [[Ort::Wien]] angefertigt. Die vergoldeten Silberapplikationen stammen von einem unbekanntem [[Rolle des Urhebers::Goldschmied]] (möglicherweise Hofjuwelier?). | ||
<!--</lido:descriptiveNoteValue>--> | <!--</lido:descriptiveNoteValue>--> | ||
| Zeile 246: | Zeile 246: | ||
'''Vorderdeckel:''' | '''Vorderdeckel:''' | ||
3 vergoldete Silberapplikationen heraldischen Motiven | 3 [[Technik::Vergoldung|vergoldete]] [[Material::Silber|Silberapplikationen]] heraldischen Motiven | ||
Vergoldeter Silberrahmen mit 4 Eckkomponenten | Vergoldeter Silberrahmen mit 4 Eckkomponenten | ||
| Zeile 256: | Zeile 256: | ||
1 Silberrahmen | 1 Silberrahmen | ||
4 Buckel | 4 [[Beschreibung des Äußeren::Buckel]] | ||
| Zeile 309: | Zeile 309: | ||
Bezugstoff: dunkelblauer [[Material::Samt]] auf [[Material::Pappe]] | Bezugstoff: dunkelblauer [[Material::Samt]] auf [[Material::Pappe]] | ||
Dekor aus [[Vergoldung|vergoldeten]] [[Material::Silber|Silberapplikationen]] | Dekor aus [[Technik::Vergoldung|vergoldeten]] [[Material::Silber|Silberapplikationen]] | ||
Spiegel ausgeschlagen mit cremeweißer Moiré-[[Material::Seide]] | Spiegel ausgeschlagen mit cremeweißer Moiré-[[Material::Seide]] | ||
Schnitte vergoldet. | [[Technik::Goldschnitt|Schnitte vergoldet]]. | ||
| Zeile 369: | Zeile 369: | ||
''Mittelfeld:'' | ''Mittelfeld:'' | ||
Hochrechteck. Drei vergoldete Silberapplikationen mit heraldischen Motiven in achsensymmetrischer Anordnung. | [[Beschreibung des Äußeren::Rechteck|Hochrechteck]]. Drei vergoldete Silberapplikationen mit heraldischen Motiven in [[Beschreibung des Äußeren::Symmetrisch in der Aufsicht bezüglich Längs- oder Querachse|achsensymmetrischer]] Anordnung. | ||
''Rahmen:'' | ''Rahmen:'' | ||
Glatte vergoldete Silberleiste, in den Zwickeln vier annähernd dreieckige, dekorierte Beschläge (Silber, vergoldet), durch Buckel fixiert. | Glatte vergoldete Silberleiste, in den [[Beschreibung des Äußeren::Zwickel|Zwickeln]] vier annähernd [[Beschreibung des Äußeren::dreieck|dreieckige]], dekorierte Beschläge (Silber, vergoldet), durch Buckel fixiert. | ||
Version vom 25. Mai 2018, 13:13 Uhr
| Übersicht | |
| Signatur | ESlg/H.afr. 8067 z#Einband |
| Maße | 253 mm x 170 mm x 3 mm |
| Datierung | 1861 - 1898 |
| Ort | Wien |
| Objekttyp | Einband, westlich |
| Katalogisierungsebene | Gesamtaufname (item) |
| Klassifizierung | Kategorie:Luxuseinband |
| Kategorie | Einband - bindings (gathered matter components); AAT-ID: 300055023) |
| Kurzaufnahme zum Einband im BSB-Katalog mit weiterführenden Informationen |
| Kurzaufnahme des Drucks mit weiterführenden Informationen |
| Digitalisat des Drucks |
| Einbanddigitalisat |
Beschreibung: Karl-Georg Pfändtner, 2016
Wiener Goldschmiedearbeit des 19. Jahrhunderts: Dunkelblauer Samteinband von Wilhelm Braumüller (1807-1884; k. k. Hofbuchhändler) mit vergoldeten Silberapplikationen eines unbekannten Goldschmieds.
Informationen zum Trägerband
Überliefert mit dem Druck München, Bayerische Staatsbibliothek, ESlg/H.afr. 8067 z: Ferdinand von Hochstetter (1829–1884): Madeira. Vortrag gehalten am k.k. polytechnischen Institute den 22. December 1860. Mit einer Ansicht des Pico do Gato in Farbendruck. Wien: Braumüller, 1861.
Entstehung
Der Einband wurde zwischen 1861 und 1898 vom k.k. Hofbuchhändler Wilhelm Braumüller (1807–1884) im Auftrag von oder als Geschenk für die Kaiserin Elisabeth von Österreich (1837–1898) in Wien angefertigt. Die vergoldeten Silberapplikationen stammen von einem unbekanntem Goldschmied (möglicherweise Hofjuwelier?).
Komponenten
Vorderdeckel:
3 vergoldete Silberapplikationen heraldischen Motiven
Vergoldeter Silberrahmen mit 4 Eckkomponenten
Rückdeckel:
1 Silberrahmen
4 Buckel
Maße
Vorderdeckel:
253 mm x 170 mm x 3 mm
Überstand: 5 mm
Silberrahmen: 240 mm x 160 mm x 3 mm breit
Dreieckige Beschläge: 65 mm x 55 mm, 2 mm hoch
Kaiserkrone: 50 mm x 55 mm (ohne Pendilien), bis zu 5 mm hoch
Wappen: 65 mm x 50 mm, bis zu 5 mm hoch
Rückdeckel:
Überstand: 5 mm
Rückdeckel: 253 mm x 170 mm x 3 mm
Buckel mit Blütenform 20 mm x 20 mm,
Buckel ohne das Blütenblech: Ø 9 mm, 4 mm hoch.
Rücken:
253 mm x 13 mm
Material und Technik
Vorderdeckel:
Bezugstoff: dunkelblauer Samt auf Pappe
Dekor aus vergoldeten Silberapplikationen
Spiegel ausgeschlagen mit cremeweißer Moiré-Seide
Rückdeckel:
Bezugstoff: dunkelblauer Samt auf Pappe
Rahmen und 4 Buckel aus vergoldetem Silberapplikationen
Spiegel ausgeschlagen mit cremeweißer Moiré-Seide
Rücken:
Dunkelblauer Samt
Beschreibung des Äußeren
Vorderdeckel:
Textiler Bezug mit Silberrahmen und Silberapplikationen.
Mittelfeld:
Hochrechteck. Drei vergoldete Silberapplikationen mit heraldischen Motiven in achsensymmetrischer Anordnung.
Rahmen:
Glatte vergoldete Silberleiste, in den Zwickeln vier annähernd dreieckige, dekorierte Beschläge (Silber, vergoldet), durch Buckel fixiert.
Spiegel:
Spiegel in cremefarbener Seide.
Rückdeckel:
Textiler Bezug mit Silberrahmen und 4 Buckeln
Rahmen:
Auf dem Rückdeckel vergoldete Silberleiste (Rahmen) und vier Buckel in den Eckzwickeln auf floralem, blütenförmigen Blech.
Spiegel:
Spiegel in cremefarbener Seide
Schnitte:
Goldschnitt
Zustandsberichte
Gut, Vergoldung zum Teil abgerieben.
Ikonographie
Vorderdeckel:
Der Buchdeckel ist von einer Leiste gerahmt, die in den Eckzwickeln Arabesken aus Ranken und Blüten zeigt. Die Blüten werden durch runde vergoldete Nagelköpfe betont, die die Applikationen auf dem Einband fixieren. Mittig die österreichische Kaiserkrone (Relief, Silber, vergoldet), darunter links das Wappen Habsburg-Lothringen, rechts das bayerische Wappen (Allianzwappen).
Stil und Einordnung
Historismus / Neorenaissance
Provenienz
Die Wappen von Habsburg-Lothringen und Bayern verweisen neben dem Inhalt des Buches darauf, dass sich das Buch, vielleicht als Geschenk des Hofbuchhändlers Wilhelm Braumüller, im Besitz der Kaiserin Elisabeth von Österreich befand. Nach Bayern gelangte es vermutlich über die Kaiserin selbst als Geschenk an die Wittelsbacher Verwandtschaft (König Ludwig II.?, Familie von Sisi in Possenhofen?). Am 27. November 1978 auf einer Auktion in München (Hartung & Karl) für die BSB erworben.
Literaturhinweise
Pfändtner: Erste kunsthistorische Erkenntnisse des Einbandprojekts, in: Schreiber/Pfändtner: Das DFG-Projekt „Erschließung und Digitalisierung von Prachteinbänden als eigenständige Kunstobjekte an der BSB München“ – ein Zwischenbericht. In: Einbandforschung 39 (Oktober 2016), S. 6-25, hier S. 23.