Clm 4451 Einband Spolie Elfenbeinschnitzerei RD: Unterschied zwischen den Versionen

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Wohl unter Kaiser Heinrich II. dem Bamberger Dom gestiftet. Frühester sicherer Nachweis für die Herkunft aus dem Bamberger Dom allerdings erst im Domschatzverzeichnis von 1554 (siehe [[Literatur::Exner 2015]], S. 1799 mit Quellenangabe). Bamberg, Domschatz bis 1803. Dann München, Hofbibliothek
Wohl unter Kaiser Heinrich II. dem Bamberger Dom gestiftet. Frühester sicherer Nachweis für die Herkunft aus dem Bamberger Dom allerdings erst im Domschatzverzeichnis von 1554 (siehe [[Literatur::Exner, Kunstdenkmäler, Bd. 4. 1. 2., Teil 2, 2015]], S. 1799 mit Quellenangabe). Bamberg, Domschatz bis 1803. Dann München, Hofbibliothek


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[[Literatur::Exner 2015]], S. 1799 mit Quellenangabe.
[[Literatur::Exner, Kunstdenkmäler, Bd. 4. 1. 2., Teil 2, 2015]], S. 1799 mit Quellenangabe.


[[Literatur::Allioli, Die Heilige Schrift, 1872]]
[[Literatur::Allioli, Die Heilige Schrift, 1872]]

Version vom 27. November 2017, 14:18 Uhr

Übersicht
Signatur Clm 4451#Einband
Maße 204 mm x 113 mm x ca. 13 mm
Datierung Spätes 10. Jh.
Ort Lothringen (Metz?)
Objekttyp Elfenbeinschnitzerei
Katalogisierungsebene Component
Klassifizierung Kategorie:Sculpture/European Art, reliefs (sculpture) (AAT-ID: 300047230)
Kategorie Spolie

Beschreibung: Karl-Georg Pfändtner, 2016


Elfenbeinrelief Verkündigung an Maria und Geburt Jesu


Informationen zum Trägerband

Überliefert mit: Handschrift München, Bayerische Staatsbibliothek, Clm 4451 (Cim. 56) : Evangeliar, Deutschland, Mainz, 2. Viertel 9. Jh.


Entstehung

Um 980/990 in Lothringen (Metz?) entstanden.


Maße

204 mm x 113 mm x ca. 13 mm (Relieftiefe bis 10 mm)


Material und Technik

Rechteckige Elfenbeintafel.


Beschreibung des Äußeren

1 Elfenbeintafel


Ausrichtung im Raum und Arrangement

In der Mitte des Rückdeckels eingelassen.


Inschriften/herstellungsbezogene Marken und Zeichen

Auf einer aus dem Elfenbein geschnitzten Inschriftentafel (Tabula Ansata) der Eintrag: ECCE ANCILLA DOMINI FIAT MIHI SECUNDUM VERBUM TUUM (Lk 1, 38: Siehe, ich bin eine Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Worte; Übers. nach Allioli, Die Heilige Schrift, 1872).


Zustandsberichte

Gut. Wenige Farbreste.


Ikonographie

Die zentrale Elfenbeintafel zeigt in zwei Ebenen die Verkündigung an Maria und die Geburt Jesu. Maria steht vor einer Torabbreviatur, und weist auf eine Inschriftentafel in der in Kapitalis folgende Worte eingetragen sind: ECCE ANCILLA DOMINI FIAT MIHI SECUNDUM VERBUM TUUM. Von rechts naht der gleich große Engel mit Verkündigungsgestus. Beide Figuren stehen auf einer kleinen Erdscholle, die wiederum auf dem Dach des Stalles zu Betlehem der unteren Szene aufliegen. Im Stall sitzt rechts Maria, das Haupt in die Rechte gelegt auf einem Schemel, vor ihr in der Krippe gewickelt das Jesuskind, hinter dem durch eine Doppelarkade die Köpfe von Ochs und Esel nach vorne sehen. Links hockt nachdenklich Josef, deutlich größer als Maria.


Stil und Einordnung

Die Elfenbeinplatte wird nach Lothringen gegeben (Metz?) und gehört zusammen mit der zweiten Elfenbeinplatte auf dem Vorderdeckel (Taufe Jesu, siehe gesonderte Beschreibung) in eine Gruppe von Arbeiten, zu denen auch das Elfenbein von Clm 4456 (Sakramentar Heinrichs II.) , ebenso eine Elfenbeinplatte mit der Himmelfahrt Christi in Wien (Kunsthistorisches Museum, Inv.-Nr. 7284) und eine Verkündigung in Berlin (Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz, Skulpturensammlung, Inv.-Nr. 567) zu zählen sind. Lokalisierung und Datierung dieser Werke sind nicht zweifelsfrei anerkannt. Die neuere Forschung tendiert aufgrund stilistischer und ikonographischer Details dazu, die Tafeln in Westdeutschland/Lothringen, im Umfeld von Metz und Trier, entstanden zu sehen und datiert sie ins späte 10. Jahrhundert.


Provenienz

Wohl unter Kaiser Heinrich II. dem Bamberger Dom gestiftet. Frühester sicherer Nachweis für die Herkunft aus dem Bamberger Dom allerdings erst im Domschatzverzeichnis von 1554 (siehe Exner, Kunstdenkmäler, Bd. 4. 1. 2., Teil 2, 2015, S. 1799 mit Quellenangabe). Bamberg, Domschatz bis 1803. Dann München, Hofbibliothek


Literaturhinweise

Exner, Kunstdenkmäler, Bd. 4. 1. 2., Teil 2, 2015, S. 1799 mit Quellenangabe.

Allioli, Die Heilige Schrift, 1872


Dokumentation Materialanalyse

Beispiele:

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